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WiM12 2014 INA-Veranstaltung webINA Women meet Enterprises

Gemeinsam profitieren – dass das kein Wunschtraum ist, haben die interessanten Erfahrungsberichte unserer Veranstaltungsreferenten gezeigt! In vier spannenden Vorträgen haben sowohl erfolgreiche Unternehmensgründer & -gründerinnen als auch ein bereits etabliertes mittelständisches Unternehmen ihre ganz persönlichen Kooperations- und Gründererfahrungen geschildert. Anlass hierfür war die Veranstaltung „Women meet Enterprises“, die am 23. Oktober in Würzburg im Rahmen unseres INA-Projekts stattfand.

 

Die rund 30 gründungsinteressierten Gäste wurden von Stefanie Stockinger (BR) charmant durch den Abend geleitet, während sie wertvolle Tipps und Erkenntnisse von den referierenden Unternehmern/innen für die eigene Ausgründung erhielten.
Jeder, der selbst schon einmal vor dem Aufbau einer eigenen Firma stand, weiß, welche Hürden eine Unternehmensgründung mit sich bringt. Umso wichtiger ist es deshalb, sich bereits im Vorhinein ein Bild darüber zu verschaffen, inwieweit typische Startschwierigkeiten von jungen Unternehmern/innen erfolgreich angepackt werden können. Der Konsens der vier Referenten/innen war eindeutig: Kooperationen helfen!

Nach einer kurzen Begrüßung durch Prof. Dr. Lukas Worschech, Leiter des Servicezentrums Forschung und Technologietransfer (SFT) der Universität Würzburg und Dr. Alexander Zöller, Geschäftsführer der Technologie- und Gründerzentrum Würzburg (TGZ) GmbH, wurde das Wort an die Referenten/innen erteilt.

Eröffnet wurde die Runde von Monika Lelonek, die als Diplom-Chemikerin 2009 in Halle die Firma Smart-Membranes GmbH gründete. Als Spin-Off des Fraunhofer Instituts für Werkstoffmechanik in Halle (Saale) machte die junge Unternehmerin deutlich, wie hilfreich es ist, wenn man in der ersten Phase ein gut funktionierendes Netzwerk aus Forschungs- und Wirtschaftspartnern besitzt. Drei F & E Projekte, die in Kooperation mit ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) und der EU entstanden, halfen der jungen Frau auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Die Kooperationsbereitschaft zahlte sich aus, 2014 wurde Lelonek von der „Capital“ zu den „Top 40 unter 40" Talenten im Bereich Wirtschaft ausgezeichnet.

Auch die zweite Referentin, Dr. Ulrike Kornmesser, betonte, wie wichtig Offenheit, Zusammenarbeit und Interaktion sind, um eigene Unternehmensziele zu erreichen. Als sie vor 11 Jahren die CATHI GmbH gründete, war sie vor allem für die große Unterstützung durch die Uni Mannheim dankbar. Als Spin-Off konnte sich die junge Physik-Doktorandin die Infrastruktur und Laboreinrichtungen der Uni zunutze machen und profitierte von den bestehenden Kontakten zu Kliniken. Hilfestellungen durch bereits etablierte Unternehmen ermöglichten der Jungunternehmerin, ihre Produkte und Dienstleistungen auf Fachmessen vorzustellen. Zunehmend entwickelte sich ein Netzwerk, das dazu beitrug, die aus der Forschung hervorgegangenen Simulatoren immer stärker auf die Anforderungen von Ärzten, Kliniken und Unternehmen der Gesundheitsindustrie anzupassen. Heute gehören die CATHI-Simulatoren zur internationalen Spitze dieser Produktkategorie.

Obwohl das INA-Projekt vorrangig an Ausgründerinnen gerichtet ist, sollten auch die männlichen Kollegen die Chance erhalten, ihre unternehmerischen Erfolgsgeschichten vorzustellen. So berichtete auch Dr. Joachim Kuhn von der va-Q-tec AG in Würzburg von seinen Erfahrungen als Unternehmensgründer. Der Erfolg seines im Jahr 2000 mit einem Kollegen gegründeten High-Tech Unternehmens, das Vacuum Insulation Panels und PCM-Produkte herstellt, wurde vor allem durch die Unterstützung zahlreicher Institutionen möglich gemacht. Handelskammer, Patentamt und Bundeswirtschaftsministerium aber auch EU-Organisationen verhalfen dem Spin-Off (ZAE, Uni Würzburg) bei den ersten Schritten aus dem Schoß der Universität in die freie Wirtschaft. Private und öffentliche Partnerprogramme, wie beispielsweise das „netzwerk nordbayern“, waren auch für die va-Q-tec AG von großer Bedeutung, betonte Kuhn in seinem Vortrag. Deutschland, so sein Fazit, bietet eine hervorragende Infrastruktur für junge Unternehmen, die genutzt werden muss!   Den Abschluss der Referentengruppe machte Stefan Eiselein von Vogel Business Media. Als Direktor der Vogel Future Group beleuchtete er das Thema Ausgründung aus der Perspektive eines mittelständischen Unternehmens in der Region, das sich gezielt zur Aufgabe gemacht hat, Start-ups in ihrer Gründungsphase zu unterstützen. Da Kooperationen gerade in der Anfangsphase von großer Bedeutung sind, stellte er die Vogel Business Media als Kapitalgeber für Start-ups vor und sprach auch über das neue Projekt „Vogel Campus“, welches derzeit von Vogel Ventures ausgearbeitet wird. So soll bereits in Kürze eine Start-up-Werkstatt für kreative Köpfe in Würzburg entstehen, in der innovative Ideen gezielt und professionell gefördert werden sollen.

Für einen runden Abschluss der Veranstaltung sorgte die anschließende Podiumsdiskussion, bei der alle Redner noch einmal gemeinsam auftraten. Kooperationen machen vieles leichter, resümierte Stefanie Stockinger und lud im Anschluss an den offiziellen Teil noch zum gemeinsamen „get together“ ein. Dabei konnten die Interessenten sich noch individuelle Tipps und Empfehlungen bei den Referenten holen und so direkt mit dem „networking“ beginnen.

Für die thematische Einrahmung der Veranstaltung sorgte die Wanderausstellung der bga (bundesweite Gründerinnenagentur) − die sechzehn Portraits von erfolgreichen deutschen Unternehmerinnen zeigt – von der sich die Gäste zusätzlich inspirieren lassen konnten. 

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